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Das richtige Material für Ihre Außen­wände

Außenwände eines Einfamilienhauses

Vor der Errichtung der Außenwände empfiehlt es sich, die zur Verfügung stehenden Baustoffe einer genaueren Betrachtung zu unterziehen. Die Auswahl ist nämlich vielfältig: Neben klassischen Ziegeln oder Kalksandsteinen stehen auch Bimssteine oder verschiedene Betonprodukte zur Verfügung.

Jedes Material besitzt besondere Eigenschaften in Bezug auf Wärmedämmung und -speicherung, Brennbarkeit, Schallschutz, Diffusionsverhalten, Festigkeit und Verarbeitung.

Übersicht der gängigen Wandbaustoffe:

Ziegel

Der Ziegel

Wände aus Ziegelsteinen

Der Ziegel ist ein keramischer Baustoff, der sich seit mehreren Jahrtausenden bewährt hat. Damals wie heute werden Ziegel aus Ton geformt, getrocknet und gebrannt. Ein großer Anteil aller Massivhäuser wird heute aus Ziegeln gebaut. Sie sind absolut frei von Allergenen und Schadstoffen, besitzen gute Wärmedämmeigenschaften und wirken sich bei Temperaturschwankungen äußerst positiv auf das Raumklima aus.

Herstellung:

Seit jeher werden Ziegel auf die gleiche Art hergestellt: Ton oder Lehm, Porosierungszusätze sowie Wasser werden gemischt. Die Masse wird in Form gepresst und bei Temperaturen von 900 bis 1200 °C gebrannt. Durch den Brennvorgang werden die tonhaltigen Massen wasserbeständig und erreichen hohe Druckfestigkeiten.

Eigenschaften:

Je nach Ziegelsorte sehr gute Wärmedämm- und Wärmespeicherfähigkeit, sehr gutes Brandschutzverhalten (nicht brennbar, Baustoffklasse A1), hohe Festigkeit (500-2000 kg/m3 je nach Ziegelart) und Formbeständigkeit, beste Diffusionseigenschaften, gute Schallschutzeigenschaften durch spezielle Objektziegel.

Verarbeitung:

im Dünnbettverfahren (plangeschliffene Steine) bzw. Mörtelbett

Sorten:

Ziegel werden in den gängigen Steinformaten hergestellt. Es gibt sie nach DIN 105, Teil 1 als Vollziegel (Mz), Hochlochziegel (HLz), Vormauer-Vollziegel (VMz), Vormauer-Hochlochziegel (VHLz), Vollklinker (KMz), Hochlochklinker (KHLz) und Leichthochlochziegel (HLz).

Wienerberger

Wienerberger

Als Tochtergesellschaft eines der bedeutendsten Unternehmen der Baustoffbranche weltweit, kann die Wienerberger AG auf über 190 Jahre Erfahrung und Know-how zurückgreifen. Seit 1986 in Deutschland ansässig, koordiniert sie Herstellung und Vertrieb von marktgerechten Produkt­systemen für den Hochbau.

Kalksandstein

Der Kalksandstein

Wände aus Kalksandsteinen

Kalk zählt zu den natürlichsten und ältesten Baustoffen, die bereits seit Jahrhunderten verwendet werden. Kalksandsteine wirken sich durch ihre Fähigkeit Wärme aufzunehmen und sie zeitverzögert wieder an die Raumluft abzugeben wie eine natürliche Klimaanlage auf das Raumklima aus. Auch überschüssige Luftfeuchtigkeit wird aufgenommen und erst wieder abgegeben, wenn die Raumluftfeuchtigkeit wieder gesunken ist.

Herstellung:

Die Rohmasse besteht aus Kalk und kieselsäurehaltigen Zuschlägen (Sand und Steinmehl). Durch Zugabe von Wasser wird der Kalk gelöscht. Die so entstandene Mischung wird zu Steinrohlingen gepresst und unter Dampfdruck bei Temperaturen von 200 bis 220°C etwa sechs Stunden gehärtet.

Eigenschaften:

Guter Schall- und Brandschutz (nicht brennbar, Baustoffklasse A1), hohe Rohdichte (1000-2200 kg/m³) und dadurch hohe statische Belastbarkeit; maßgenau, geringe Wärmedämmfähigkeit

Verarbeitung:

im Dünnbettverfahren (plangeschliffene Steine) bzw. Mörtelbett

Porenbeton

Der Porenbetonstein

Wände aus Porenbetonsteinen

Die Produktpalette der Porenbetone, die zu den Leichtbetonen gehören, ist vielfältig. Angefangen bei Block- und Plansteinen über Bauplatten, Stürzen, Blockstufen bis hin zu Deckenplatten werden zahlreiche Produkte aus Porenbeton, früher sagte man auch Gasbeton, hergestellt.

Herstellung:

Die Rohmischung besteht aus Branntkalk, Quarzsand und Wasser. Durch Zugabe eines Treibmittels wird das so genannte Auftreiben ausgelöst. Es entstehen Millionen von Luftporen. Anschließend werden die gewünschten Formate aus der Masse gefertigt und bei rund 180 bis 240°C gehärtet.

Eigenschaften:

Hohe Festigkeit, sehr gute Wärmedämmeigenschaften, druckfest, maßhaltig, aber geringe Rohdichte (500-800 kg/m³), daher geringe Schallschutzeigenschaften, geringe Feuchtigkeitsaufnahme möglich.

Verarbeitung:

Blocksteine werden in Mörtel gesetzt, Plansteine mit Dünnbettmörtel geklebt.

Sorten:

Block- und Plansteine, Planelemente, Planbauplatten, Wandtafeln, Wandplatten, Dachplatten, Deckenplatten, Stürze, U-Schalen, Blockstufen für Treppen

PORIT

Firmenlogo

PORIT ist die Marke von fünf mittelständischen Herstellern von Porenbeton, die ihre Produkte im gesamten Bundesgebiet und den angrenzenden europäischen Nachbarländern vertreiben.

Bimstein

Der Bimsstein

Wände aus Bimssteinen

Bildquelle: Bisotherm

Bimssteine besitzen eine hervorragende Wärmespeicherfähigkeit und können so die tagsüber gespeicherte Wärme zeitversetzt wieder abgeben. Sie wirken wie eine natürliche Klimaanlage und sorgen so für ein gesundes und behagliches Raumklima.

Dank des hohen Tragverhaltens genügen bereits sehr geringe Wanddicken den statischen Anforderungen. Das spart Raum und beschert Ihnen mehr Wohnfläche. Außerdem sorgen Bimssteine mit ihrer gut abgestimmten Rohdichte für wirksamen Lärmschutz.

Herstellung:

Bims ist ein poröses Vulkangestein, das durch gasreiche vulkanische Eruptionen, bei denen die Lava aufgeschäumt wird, entsteht. Farblich variiert Bims von nahezu schwarz, über gelb-grau bis fast weiß. Im Tagebau wird der Baustoff innerhalb Deutschlands im Neuwieder Becken – zwischen der Eifel und dem Rhein bei Koblenz – abgebaut. Mit Bims als Zuschlag werden mit Hilfe von Zement und Wasser Bimssteine in unterschiedlichen Größen und Formaten hergestellt.

Eigenschaften:

Geringe Wärmeleitfähigkeit und damit optimale Wärmespeicherfähigkeit, mit einer Rohdichte bis zu 2,0 kg/m3 gute Schalldämmeigenschaften, beste Voraussetzungen für Niedrigenergie- und Passivhäuser, gutes Tragverhalten, geringer Primärenergieeinsatz in der Herstellung.

Verarbeitung:

im Dünnbettmörtel

Sorten:

Plansteine, Großblöcke, Vollsteine, Hohlwandplatten, Anschlagsteine, Erkersteine, Schachtsteine, Deckenabmauerungselemente, U-Steine, Stürze, Rollladenkästen, Rollladenblenden

Beton

Betonfertigteile

Wände aus Betonfertigteilen

Bildquelle: Dennert

Wie der Name schon sagt, werden Fertigteile aus Beton fertig auf die Baustelle transportiert, um dann vor Ort mit Hilfe eines Krans montiert zu werden. Sie genügen hohen Beanspruchungen oder statischen Belastungen, erlauben einen zügigen Baufortschritt und sind somit äußerst wirtschaftlich. Auch individuelle Lösungen lassen sich problemlos erstellen.

Herstellung:

Beton wird aus Zement, Zuschlagsstoffen (vornehmlich Sand, Kies) und Wasser hergestellt. Die Zuschläge werden nach Korngröße und Sieblinie ausgewählt und in einem Mischvorgang vermengt. WU-Beton (wasserundurchlässiger Beton) erhält man durch Zugabe von Sperrmitteln.

Eigenschaften:

Hohes Eigengewicht (abhängig vom Zuschlag), hohe Druckfestigkeit, gute Schall- und geringe Wärmedämmeigenschaften

Verarbeitung:

Verschraubung mittels spezieller Befestigungsmittel auf der Bausstelle


Markenhersteller in diesem Bereich

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